Ernährungsqualität und biologisches Altern: Neue Studie untersucht epigenetische Zusammenhänge

Wie stark hängt die Qualität unserer Ernährung mit biologischen Alterungsprozessen zusammen? Eine am 29. August 2026 in Nature Communications veröffentlichte Untersuchung hat Zusammenhänge zwischen Ernährungsqualität, epigenetischen Mustern und epigenetischen Altersmaßen in zwei bevölkerungsbasierten Kohorten analysiert.
Was wurde untersucht?
Epigenetische Veränderungen beeinflussen, wie Gene reguliert werden, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern. Forschende untersuchen sogenannte epigenetische Uhren als mögliche Marker biologischer Alterungsprozesse. Die neue Arbeit verknüpft diese Marker mit Daten zur Ernährungsqualität.
Was bedeutet das für den Alltag?
Solche Beobachtungsdaten sind kein Beweis dafür, dass ein bestimmtes Lebensmittel den Alterungsprozess direkt verlangsamt. Sie stärken aber das Forschungsfeld, das Ernährung nicht nur mit klassischen Risiken wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes, sondern auch mit biologischen Alterungsmarkern untersucht.
Die WHO weist weiterhin darauf hin, dass unausgewogene Ernährung in Europa wesentlich zur Belastung durch nichtübertragbare Erkrankungen beiträgt. Besonders relevant bleiben eine abwechslungsreiche Ernährung, viel Gemüse, Obst und Vollkorn sowie ein maßvoller Umgang mit Zucker, Salz und ungünstigen Fetten.