Lungenkrebs vorbeugen und früher erkennen: EU-Projekte setzen auf Tabakkontrolle und Screening

Prävention und Früherkennung von Lungenkrebs stehen weiterhin weit oben auf der europäischen Gesundheitsagenda. Die EU-Agentur HaDEA stellte im August aktuelle EU4Health-Projekte vor, die Tabakprävention und die Weiterentwicklung von Screening-Strategien unterstützen.
Tabak bleibt der zentrale vermeidbare Risikofaktor
Nach Angaben der EU-Agentur sind 27 Prozent aller Krebsfälle in Europa mit Tabakkonsum verbunden; bei Lungenkrebs ist der Anteil vermeidbarer Erkrankungen durch die Eliminierung des Tabakkonsums besonders hoch. Europas Krebsplan verfolgt deshalb das Ziel einer „tobacco-free generation“ mit weniger als fünf Prozent Tabakkonsum bis 2040.
Was die Projekte untersuchen
Das Projekt RELIEF beschäftigt sich unter anderem mit der Wahrnehmung von Tabak- und neuen Nikotinprodukten bei Kindern und entwickelt Präventionsansätze. LAPIN arbeitet an Modellen zur Tabakexposition und Lungenkrebsbelastung, die Ländern helfen sollen, Nutzen und mögliche Nachteile von Screeningprogrammen besser abzuwägen.
Prävention ist mehr als Vorsorgeuntersuchung
Der größte Hebel bleibt, Risikofaktoren zu reduzieren. Screening kann zusätzlich für definierte Risikogruppen relevant sein. Welche Untersuchung für eine einzelne Person sinnvoll ist, sollte anhand von Alter, Rauchhistorie und individuellen Risiken medizinisch entschieden werden.